#smilestorm

Hating-Cybermobbing, Shitstorms-GLAMOUR-#smilestorm

Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich gerade aus dem Krankenhaus. Ich liege in meinem Zimmer und blicke auf die frischen Blumen, die meine Mutter mir mitgebracht hat. Sie sitz den ganzen Tag an meinem Bett und unterstützt mich. Gestern hatte ich meine OP. Nach 5 Stunden OP wurde ich gefragt, ob es mir schon gesagt wurde. Noch total verwirrt und von der Narkose übermüdet, hat mir der Arzt dann gesagt, dass meine Platte und die Nägel noch immer drin sind. Ich war etwas erleichtert, denn so schlimm war die Nachricht ja nicht. Zwei Nägel konnte er entfernen und er konnte eine Verengung erweitern. Jetzt wisst Ihr alles, was ich gestern erlebt habe. Ich teile wirklich alles mit Euch. Alles.Genau das macht mich aber sehr angreifbar. Zwei Tage vor der OP habe ich eine Mail bekommen. Ob ich am #smilestorm von Glamour teilnehmen möchte. Mir sind sofort tausende Geschichten eingefallen, die ich Euch erzählen könnte. Vom Hater-Blog, über Hass-Kommentare bis hin zum “The Limits of Control-Verarsch-Blog”, der jeden Post von mir ins Lächerliche zog. Die Entscheidung wurde mir aber gerade eben abgenommen. Ich machte meinen Laptop an und checkte meine Kommentare. Eigentlich wollte ich erst nächste Woche diesen Post schreiben, da ich meinen linken Arm jetzt nicht bewegen kann. Aber als ich diesen Kommentar gelesen habe, wollte ich Euch sofort schreiben:

“Liebe Laura, es interessiert mich nicht, dass du über Ostern im Krankenhaus bist. Genauso wenig interessiert mich, ob du dabei deinen Versace-Schlafanzug trägst und mit welchen Blumen du dein VIP-Krankenzimmer ausstatten lässt. Aber vielleicht könntest du ja wärend der OP ein paar Bilder bei Instagram posten, damit wir dich auch mal von innen sehen können. Das wäre super, denn sonst könnte man dich nämlich mit einer leeren Hülle verwechseln. Oder mit einem Kleiderständer. Liebe Grüße.” – Anonym

Diesen Kommentar habe ich zum letzten Post bekommen. Anonym. Ich habe ihn veröffentlicht, falls Ihr ihn lesen wollt. Ich gebe Hass eigentlich keinen Platz auf meinem Blog. Sonst hätten die Menschen noch eine Belohnung dafür, was sie schreiben. Aber Es passte gerade so gut. Ich wollte Euch zeigen, wie Menschen im Internet sein können. Würde man so etwas einem Menschen ins Gesicht sagen ? Das Internet ist schön, aber auch wirklich schrecklich. Die Anonymität von Menschen ist schrecklich.

Genau deshalb mache ich beim #smilestorm mit. Die Menschen sollten sich erst überlegen, ob sie es einem auch ins Gesicht sagen würden. Bitte teilt Eure Geschichte hier mit mir. Gern könnt Ihr aber auch einfach nur mit einem Bild und dem Hashtag #smilestorm bei Instagram, Twitter oder Facebook mitmachen, auch wenn ihr selbst noch nichts von Cybermobbing erlebt habt.

Ich mache nun den Laptop wieder aus und versuche meinen Arm zu bewegen. Solche Kommentare helfen dabei nicht unbedingt.. Ich warte aber gespannt auf Eure Geschichten und Kommentare!